Sonntagsblog: Querbeet – Natürlich kochen

Hallöchen, ihr Lieben. 🙂

Wir haben heute nicht nur den letzten Apriltag, sondern auch den letzten Sonntag im Monat und damit ist es wieder Zeit für den Sonntagsblog! Es ist aber auch unglaublich wie die Zeit verfliegt. Gerade eben noch haben wir den Blog der lieben Jennifer vorgestellt, schon geht es wieder weiter!

Heute haben wir Euch eine Bloggerin mitgebracht, die so vielfältig ist, wie die vielen Kochbücher die wir im Schrank haben! Sie bietet eine unheimliche Bandbreite an Rezepten und Erfahrungsberichten, dass es immer wieder eine Freude ist bei Ihr vorbeizuschauen – die Rede ist von Nicole vom Blog Querbeet – Natürlich kochen!

Sie nimmt ihre Leser nicht nur mit in ihren Garten, aus desse Gemüse sie wunderbare Sachen kocht sondern zeigt ihnen auch Cafés, Restaurants, Märkte und diverse Kochbücher. Gerade Letzteres ist einer der Gründe, warum sie uns so unheimlich sympathisch ist. Kochbuchsüchtige unter sich. 😉

Logo Querbeet-Natürlich kochen

Auf deinem Instagramaccount zeigst du oft Rezepte, die du aus deinen gesammelten Kochbuchwerken nachgekocht hast. Wie viele Kochbücher hast du und wie lange sammelst Du schon? 

Mein erstes Kochbuch habe ich mir vor über 25 Jahren gekauft. Damals war meine Sammlung noch ziemlich übersichtlich. Im Jahr 2000 ging es aber erst richtig los mit meiner Leidenschaft für Kochbücher. Auslöser waren die wöchentlichen Kochsendungen von Martina & Moritz im WDR, die ich mir regelmäßig angeschaut habe. Natürlich mussten dann die Bücher zur Sendung gekauft werden!

Jamie Oliver war auch nicht ganz unschuldig an meiner „Kochbuchsucht“ {ja, ich bekenne mich öffentlich dazu! ;-)}. Unverkennbar, dass er einer meiner Lieblingsköche ist, denn von ihm besitze ich alle Bücher. Letztes Jahr hatte ich das unfassbar große Glück, ihn persönlich zu treffen! Und Schwupps, war da wieder ein neues Buch in meinem Regal.

Inzwischen sind ca. 200 Kochbücher zusammengekommen. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Besonders toll sind auch immer deine Erfahrungen aus deinem Garten. Auf was für einer Fläche gärtnerst du?

Vor 5 Jahren bin ich auf das Gartenprojekt „Gartenglück“ aufmerksam geworden.

Man kann ein oder zwei Parzellen von den Öko-Bauern Katrin Ivanov-Below und Evgeny Ivanov pachten, die 2005 die GemüseSelbstErnte Gartenglück in Köln gegründet haben. Der Garten ist im Prinzip ein sehr großes Feld, das in einzelne Parzellen untereilt ist.

Jeder hat die Möglichkeit, auch ohne Vorkenntnisse, eine Saison lang Gärnter/in zu sein und auf seiner Parzelle (50 m²) Gemüse selbst zu ernten, seinen „Garten“ zu hegen und zu pflegen und natürlich auch einzelne Reihen selber zu bepflanzen. Außerdem werden Gartengeräte und Wasser gestellt.
Zudem gibt es regelmäßige Beratungstermine vor Ort (wo man auch neue Pflanzen oder Saatgut kaufen kann) und der Austausch mit anderen Gärtnern/Gärtnerinnen in einem Forum auf der Webseite von Gartenglück ist möglich. Gartenglück gehört dem Bioland-Verband an und ist somit Bio-zertifiziert.
Auf jeden Fall ernten wir Gemüse, das nicht mit Pestiziden oder sonstigem Müll belastet ist.
Die 50 m² Parzelle ist für uns ausreichend. Sie ist für mich unser kleines Paradies. Es ist dennoch schade, dass wir sie immer nur für eine Saison (Anfang Mai bis Anfang November) bewirtschaften können. Daher träume ich von einem eigenen Garten.

Mehr Infos über das Gartenglück findet Ihr hier: Gartenglück oder natürlich auf meinem Blog! Und wenn Ihr das auch einmal ausprobieren möchtet, informiert Euch im Netz. Inzwischen gibt es bundesweit verschiedene Anbieter.

Zu guter Letzt gibt es noch die eine Frage, die uns immer am Meisten interessiert – wie bist du zum Bloggen gekommen? 🙂

Lustigerweise war es vor ein paar Jahren ein Film, der mich für meinen eigenen Blog inspiriert hat. Es ist der Film „Julie & Julia“, einer meiner absoluten Lieblingsfilme.

Die Hauptfigur Julie möchte so gerne Autorin sein, geht aber einem tristen Bürojob nach. Ihr Mann bringt sie auf die Idee, einen Blog zu schreiben. Das macht sie dann auch und berichtet auf ihrer Seite darüber, wie sie ein Jahr lang täglich ein Gericht aus Julia Childs Buch (die andere Hauptfigur des Films) nachkocht.

Bis dahin hatte ich mich überhaupt nicht mit dem Thema bloggen beschäftigt, geschweige denn war mir die Existenz von Blogs so wirklich bekannt.

Ich war total begeistert und mir war sofort klar, dass ein eigener Blog genau mein Ding wäre. Denn ich konnte jetzt meine Leidenschaften kochen, gärtnern und fotografieren kreativ umsetzen. Im Juli 2012 war es dann soweit und mein Blog Querbeet-Natürlich kochen startete.

Vielen Dank, Nicole! Es freut uns riesig, dass du heute unser Gast warst. 🙂

Natürlich haben wir Euch heute auch wieder ein Rezept mitgebracht, dass das leckerste Gemüse beinhaltet, das es gibt – die Rede ist von einer Lauchtorte! Lauch bzw. Porree war bei uns nicht immer gerne gesehen. Ich esse ihn schon seit meiner Kindheit so gerne, aber Martin musste ich anfangs wirklich davon überzeugen, dass ich ihm damit nichts Böses möchte. Das war nicht ganz einfach, aber wenn es dann bei uns eine Lauchtorte wie diese gibt, die so  lecker schmeckt, scheint er ganz dankbar für diesen Sinneswandel zu sein. 😉

Sonntagsblog April

Also, lange Rede, kurzer Sinn, hier kommt für Euch das Rezept der leckeren Lauchtorte!

Ihr benötigt folgende Zutaten:

  • 2 Rollen Butterblätterteig aus dem Kühlregal
  • 4 Stangen Porree
  • Salz
  • 4 EL Butter
  • 3 klein gehackte Knoblauchzehen
  •  4 Scheiben Toastbrot oder 1 Brötchen
  • ~100 ml Milch
  • Pfeffer, Muskat
  • 1 gehäufter TL Currypulver
  • 500 g gemischtes Hack
  • 3 Eier
  • 3 EL Milch

Heizt den Backofen schon mal auf 200°C Umluft vor.

Gebt eine der Blätterteigrollen auf ein Backpapier und legt dieses dann in Spring- bzw. Quicheform. Den Teig, der übersteht, macht Ihr ab und verteilt ihn rundherum an den Wänden. Im Endeffekt soll die gesamte Form mit Blätterteig ausgekleidet sein.

Jetzt geht’s dem Porree an den Kragen! Entfernt die äußeren Blätter und wascht sie gründlich. Im Anschluss blanchiert Ihr die Blätter für 3 Minuten in leicht gesalzenem kochenden Wasser und gebt sie gleich danach in eine Schüssel mit kaltem Wasser. Das hat den Effekt, dass die Blätter ihre schöne grüne Farbe behalten.
Trocknet die Blätter nun gut ab und lasst sie bis zur weiteren Verarbeitung auf einem Küchenpapier liegen.

Den übrigen Porree könnt Ihr nun gut abwaschen und in dünne Ringe schneiden. Gebt ihn zusammen mit 2 EL Butter und dem Knoblauch in eine Pfanne, dünstet ihn an und würzt das Ganze mit Salz, Pfeffer und Muskat. Stellt die Pfanne bei Seite und lasst den Porree gut abkühlen.

In der Zwischenzeit könnt Ihr schon mal das Toast bzw. das Brötchen schon mal klein schneiden und mit der Milch einweichen. Gebt das eingeweichte und gut ausgedrückte Brot zum Hackfleisch; genau wie die Eier, den Porree, Curry, Salz und Pfeffer. Ganz wichtig ist es nun, dass Ihr alles ordentlich vermischt.

Kleidet nun den Blätterteig mit den Porreeblättern so aus, dass die Blätter noch ein ganzes Stück über den Rand der Form herüberragen. Verteilt jetzt die gesamte Hackmasse und deckt sie dann mit den überstehenden Blättern zu, so dass sie quasi nicht mehr zu sehen ist.

Zu guter letzt geht es jetzt noch dem verbliebenden Blätterteig an den Kragen! Dieser kommt als Deckel auf das Ganze oben drauf. Schneidet den Teig, den Ihr nicht braucht ab und schon war’s das im Großen und Ganzen! Den restlichen Teig könnt Ihr entweder als Verzierung oben drauf legen oder verwendet ihn andersweitig.
Falls Ihr die Torte schön braun haben wollt, verrührt ein Eigelb mit der Milch und streicht den Deckel damit ein.

Jetzt kommt die Torte nur noch für 35 Minuten in den Ofen und gleich danach kann serviert werden!

Sonntagsblog April (1)

Wenn Ihr ein paar Gäste zu Besuch habt, ist diese Lauchtorte echt Gold wert. Man kriegt verhältnismäßig viele Leute mit verhältnismäßig wenig Aufwand richtig gut satt. 🙂

Sonntagsblog (2)

Das war’s von unserer Seite vom April! Habt noch einen schönen Sonntag, einen schönen Maifeiertag morgen und lasst es Euch gut gehen. 🙂

Die besten Grüße senden Euch,
Anna und Martin

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