Sonntagsblog: My little japanese world

Hallo. 🙂

Wenn es wieder Zeit für den Sonntagsblog ist, neigt sich auch schon wieder ein Monat dem Ende zu. Damit haben wir quasi auch schon Halbzeit für dieses Jahr – kaum zu glauben, wie schnell die Zeit doch rennt. Aber das geht vermutlich nicht nur uns so. Da war doch eben noch Silvester und schon sitzen wir wieder in kurzen Hosen draußen auf der Terrasse.

In diesem halben Jahr haben wir auch die unterschiedlichsten Sachen probiert, von denen wir immer gedacht haben, dass man uns damit jagen kann oder das sie für zu Hause viel zu kompliziert wären. Und genau in die letzte Kategorie fällt der heutige Sonntagsblog!
Bisher dachten wir ja immer, dass es für Leute, die mit asiatischer Küche nicht mehr zu tun haben als die alljährlichen Buffetessen beim Chinesen um die Ecke, doch unheimlich schwer ist, selbst leckere asiatische Sachen zu zaubern. Aber das ist falsch!

Wie falsch wir mit unserer Einschätzung lagen, hat uns die liebe Manja von My little japanese world gezeigt. Für uns ist es doch etwas Besonderes sie heute als Gast bei uns zu haben, denn Manja kommt es der wunderschönen Hansestadt Stralsund und wohnt quasi nur einen Katzensprung von uns entfernt. Es ist schön, auch mal einen regionalen Blogger mit hier zu haben. 🙂

Wenn Ihr also mal einen kleinen Einblick in einen etwas anderen Foodblog haben wollt, dann lest unbedingt weiter. 🙂

Hallo Manja, schön, dass du dabei bist. 🙂 Vorneweg für die Leser mal die Frage, wie bist du zur japanischen Küche gekommen? Das ist ja ein Thema, was man kaum auf Foodblogs findet.

Hallo Anna, hallo Martin, danke erst einmal für die Einladung auf euren schönen Blog. 🙂

Bei mir hat alles in der Teenagerzeit mit Mangas angefangen. Ich war ein riesen Mangafan und hatte selbst über 1000 dieser japanischen Comics zu Hause im Regal stehen. Ausgebrochen ist das Fieber damals mit Dragonball gefolgt von Sailor Moon und Co. Neben der Hauptstory bekommt man in den Büchern auch viel japanische Kultur mit, z.B den Ablauf in japanischen Schulen, in deren Berufsleben, Einblicke in die Natur und Städte und natürlich in die Ernährung. Seit dem hat mich dieses Land immer mehr fasziniert und ich wollte ein Mal selbst in dieses Land eintauchen. Das gelang mir dann im Mai 2009, wo ich mein Sparschwein knackte 😉 14 Tage reiste ich quer durchs Land und saugte alles in mich auf. So ein wunderschönes Land mit tollen freundlichen und vor allem hilfsbereiten Menschen habe ich noch nie erlebt. Ich muss ehrlich sagen, ich habe mich verliebt ❤

Als ich dann wieder nach Hause musste, wollte ich unbedingt das eine Menü nachzaubern, welches ich dort in einer kleinen Seitenstraße gegessen hatte. Doch blöderweise wusste ich den Namen des Gerichtes nicht. Anhand der Zutaten und einer langen Suche im Internet fand ich dann heraus, dass es Katsudon war. Und so war die Sternstunde der japanischen Küche angebrochen und das erste japanische Gericht daheim aufgetischt.

Es gibt ja in der asiatischen Küche die wunderbarsten Namen für viele Gerichte, dass man immer gar nicht weiß, was man zuerst probieren soll. Welches ist dein liebstes japanisches Gericht?

Eindeutig Katsudon, da ich sozusagen mein „erstes Mal“ mit ihm hatte. 🙂

Der Name setzt sich übrigens zusammen aus Tonkatsu (paniertes Schweineschnitzel) und Donburi (Keramikschüssel). Es handelt sich um eine Schüssel Reis, auf die halbgares Ei und ein knuspriges Schnitzel gegeben werden.

Es ist eines der beliebtesten Donburi-Gerichte, heisst hier werden einfach Zutaten auf eine Schale Reis gegeben. Es gibt auch noch Tendon (mit Tempura), Gyūdon (mit Rindfleisch) und Oyakodon (mit Ei und Huhn).

Nach Katsudon kommt dann Sushi in seiner ganzen Vielfalt. 🙂 Das ist das Interessante, es gibt Sushi in so vielen Formen, als Maki (Rolle), als Temaki (Schultüte), als Gunkan (Schiff), als Nigiri (als Stück), als Temari (Ball) … und Zubereitungsarten, dass für jedem Geschmack etwas dabei sein sollte. Was mich immer ärgert ist, wenn man von Sushi spricht und Leute als erste Assoziation nur an „rohen Fisch“ denken, dabei kann man Sushi befüllen wie man möchte, ja man kann sogar Süßes Sushi kochen. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Glutamat ist in der asiatischen Küche ja doch ein relativ großer Bestandteil – zumindest bei den Einheimischen. Nutzt du sowas auch oder distanzierst du dich eher davon?

Ich denke Glutamat ist viel in Fertigprodukten und wird häufiger in China verwendet. Die Japaner haben da eine ganz andere, bewusstere Ernährung. Hier wird viel frisch gekocht ohne viele Zusätze. Die Japaner würzen Ihr essen mit Saucen wie Fischsauce oder Sojasauce (Salzersatz), ich denke hier gibt es auch Flaschen mit und welche ohne Glutamat.

Den meisten ist allerdings auch nicht bekannt, dass ihr eigener Körper selbst Glutamat produziert oder das Glutamat auch eine natürliche Substanz ist, die sich besonders in proteinreichen Lebensmitteln wie Milchprodukten, Fleisch und Fisch, aber auch in zahlreichem Gemüse findet. So zum Beispiel auch Tomaten oder Pilze, die größere Mengen natürlich vorkommenden Glutamats enthalten. Hier kann man sich also streiten. 🙂

Ihr seht, im Endeffekt kommt es darauf an, wie man die Rezepte zu Hause selbst umsetzt und welche Zutaten man verwenden möchte.

 

Vielen lieben Dank für deine Zeit. 🙂 Wir persönlich haben doch sehr mit dem Glutamat gestaunt, denn das ist doch oft genug immer das Erste, woran man denkt. Vielleicht ist das dann der Punkt, an dem man sich doch mehr mit der asiatischen Küche auseinandersetzen sollte. 🙂

Und genau das haben wir auch schon getan! Wir haben uns nämlich an Frühlingsrollen ausprobiert, auf die auf Manja’s tollem Blog gestoßen sind. 🙂 Aus Ermangelung einiger Zutaten, mussten wir allerdings etwas improvisieren. 😉 Das Ergebnis war aber der absolute Wahnsinn und hat auch mich alten Fleischesser doch überzeugt!

Ihr benötigt folgende Zutaten für sechs große Frühlingsrollen:

  • 6 Blätter Reispapier (zum frittieren, nicht für Summerrolls)
  • 2 Möhren
  • 200 g Brokkoli
  • 100  g Glasnudeln
  • 1 Stange Porree
  • 1 EL Sesamöl
  • Teriyakisoße nach Geschmack
  • Öl oder Butterschmalz zum frittieren

Wie wir festgestellt haben, ist Vorbereitung bei diesem Rezept alles!
Zuerst weicht Ihr für ca. 5 Minuten in warmen Wasser ein. Dann schneidet Ihr das gesamte Gemüse in mundgerechte Stücke und bratet es in Sesamöl an. Dadurch bekommt das Ganze seinen typischen asiatischen Geschmack. 🙂 Gebt nun noch die Glasnudeln dazu und bratet das Ganze für ungefähr 3-4 Minuten an, bis das Gemüse bissfest ist. Zwischendurch könnt Ihr das Ganze noch mit Teriyakisoße abschmecken.

Jetzt kümmern wir uns um das Reispapier! Um es verwenden zu können, müsst Ihr es mit warmem Wasser abspülen und auf einen Teller legen. Wichtig ist dabei, dass Ihr jedes Blatt einzeln und nacheinander nass macht und verwendet. Wir haben beim ersten Versuch den ganzen Stapel auf einmal nass gemacht und sie dann im Guten nicht mehr auseinander bekommen. 😀

Sobald das Reispapier durch das Wasser elastisch und klebrig wird, gebt Ihr die Gemüsefüllung in die Mitte des Blattes. Jetzt braucht Ihr das Ganze nur noch in die typische Frühlingsrollenform zu bringen. Leider können wir Euch dazu keine Anleitung geben, da wir im Nachhinein nicht wissen, wie wir zu dem Ergebnis gekommen sind. Nur eins ist klar – Martin hat da eher ein Händchen für als ich. 😀

Wenn Ihr alle Rollen fertig befüllt habt, lasst das Öl bzw. das Butterschmalz in der Pfanne heiß werden, damit Ihr sie braten bzw. frittieren könnt. Da wir ansonsten keine Fans vom frittieren sind, weil wir doch etwas Respekt davor haben, haben wir so viel Butterschmalz genommen, dass es für’s normale braten quasi zu viel ist, sich die Rollen darin aber auch nicht tot schwimmen. Der Boden der Pfanne sollte also gut bedeckt sein.

Nun brauchen die Frühlingsrollen nur noch von allen Seiten knusprig und braun werden und schön können sie gegessen werden. 🙂 Falls Ihr nicht das ganze Fett mitessen wollt, dann lasst sie noch kurz auf Küchenpapier abtropfen. 🙂

Falls Ihr also Interesse an der asiatischen bzw. japanischen Küche gefunden habt, dann habt Ihr jetzt ja einen Anreiz, wo Ihr euch mit tollen Rezepten versorgen könnt. 🙂

Wir wünschen Euch noch einen schönen Sonntag und viel Spaß beim nachkochen!

Viele Grüße,
Anna und Martin

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